Warum verdummen Schüler durch die Ferien?

Endlich Ferien! Viele Schüler rufen das aus vollem Herzen und manche zählen die Tage bis zum Beginn der nächsten Ferien. Und dennoch gelten zu lange Ferien als Ursache dafür, dass die Schüler schlechter in der Schule werden. Das gilt zumindest für die USA, wahrscheinlich aber auch für Deutschland.

In den USA haben die Schüler sehr lange Sommerferien, nämlich vom Memorial Day, dem letzten Montag im Mai, bis zum Labor Day, dem ersten Montag im September. Im Vergleich zum Rest der Industrieländer haben die amerikanischen Schüler damit einen Monat mehr Ferien. Diese langen Sommerferien stammen aus den Zeiten, als die USA und auch der Rest der Welt noch ein Agrarland waren: Da mussten die Kinder bei der Ernte helfen und konnten deshalb nicht in die Schule gehen.

Da drei Monate Ferien dann doch sehr lang sind, hat sich eine richtige Industrie angesiedelt, um die Schüler in dieser Zeit zu beschäftigen. Dazu gehören sogenannte summer camps, die allerdings recht teuer sind. Daher können sich diese nur gut betuchte Amerikaner leisten. Die Kinder wohlhabender Eltern lernen in den summer camps z.B. Sprachen, Sportarten und Musikinstrumente oder lernen durch Reisen mit ihren Eltern ihr Land kennen.

Community Pools öffnen nur für die Sommerzeit, Vergnügungsparks haben hier Hochsaison. Weil die wirtschaftliche Bedeutung der langen Sommerferien enorm ist, verhindert in Virginia ein Gesetz, das Kings Dominion Law, das nach einem Vergnügungspark benannt ist, dass Kinder früher im August in die Schule gehen dürfen.

Die Auswirkungen auf das Lernen der Schüler sind dann doch erheblich und unterscheiden sich auch danach, ob sich Eltern zusätzliche Bildungsangebote für ihre Kinder im Sommer leisten können oder nicht. Über den Sommer hinweg verschwindet ein Monat Schulmathematik, zugleich verlieren Schüler aus bildungsfernen Schichten verglichen mit Schülern bildungsinteressierter Eltern bis zu drei Monate Lesefähigkeit. Die John-Hopkings-Universität hat dazu Daten aus zwanzig Jahren ausgewertet und konnte feststellen, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten bis zum Ende ihrer Schulzeit um das Wissen aus drei Klassen zurückfallen. Damit sorgen die Sommerferien dafür, dass Kinder aus der Unterschicht auch sicher in der Unterschicht bleiben.

Der Lernverlust durch die Ferien ist aber nicht nur in den USA von Belang. Nach dem niederländischen Bildungswissenschaftlicher John Hattie haben die Ferien den größten negativen Einfluss auf das Lernen überhaupt.

In Deutschland gab es im 19. Jhd. sehr viel weniger Ferien als heute. Nach einer Verfügung aus Preußen aus dem Jahr 1811 waren das je eine Woche um Weihnachten, Ostern, Pfingsten sowie um Michaeli im Oktober und zwei Wochen an den „Hundstagen“ im Sommer. Das Problem, dass die Ferien zu lang sein könnten und sich negative Auswirkungen auf das Lernen ergeben könnten, sah man aber bereits damals. Denn in der Verfügung von 1811 hieß es zugleich, die Schulleiter sollten den Schülern vor allem der unteren Schichten für die langen Sommerferien zweckmäßige aber nicht übertriebene Hausaufgaben geben. Dennoch 1833 wurden die Sommerferien in Preußen auf drei Wochen und die Herbstferien auf zwei Wochen festgesetzt. Mit dem Hamburger Abkommen von 1964 wurden die Ferien einheitlich in Deutschland auf insgesamt 75 Tage einschließlich 12 Samstagen festgelegt.

In Europa gibt es nur wenige Untersuchungen zum Ferieneffekt. Die Ergebnisse aus den USA, dass die Sommerferien negative Auswirkungen auf die Mathematikkenntnisse und das Leseverständnis haben, konnten durch Untersuchungen für Schweden und Belgien bestätigt werden. Eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung 2004 konnte einen Ferieneffekt für Grundschüler nicht bestätigen. Ein Forschungsprojekt der Uni Siegen konnte aber ähnlich wie in den USA schichtspezifische Auswirkungen von Ferien festhalten. Andere Untersuchungen kommen zu Verlusten für das Fach Mathematik. Auch wenn immer wieder davon berichten, die großen Ferien wirkten wie ein Schwamm im Gehirn der Kinder, sind die Forschungsergebnisse hierzu noch uneineinheitlich.

Zentral ist wohl vor allem, ob man in den Ferien etwas tut oder nur faulenzt. Die Untersuchung des Erlanger Gedächtnisforschers Lehr konnte zeigen, dass drei Wochen Nichtstun den IQ um 20 Punkte sinken ließ. Daher sollten gerade Abiturienten vor den Prüfungen keine größeren Ferien zum Faulenzen ansetzen.

Führt man den Gedankengang der negativen Auswirkungen der Ferien weiter, so gelten die auftretenden Lücken in Mathematik und im Textverständnis natürlich auch für die Zeit nach dem Abitur vor Aufnahme eines Studiums oder einer Ausbildung. Da hier die freie Zeit vier Monate sein kann, dürften hier die negativen Auswirkungen noch größer sein. Vor allem in Studiengängen, wo viel Mathematik verlangt wird, dürften die Anpassungsprobleme für die Studienanfänger besonders groß sein.

 

Links:

http://www.welt.de/politik/ausland/article9064829/Lange-Ferien-lassen-Schulkinder-verdummen.html

http://books.google.de/books?id=5Y28I3IDCuEC&pg=PA255&lpg=PA255&dq=ferien+lernverlust&source=bl&ots=701bG9a3Qu&sig=1x8jXdWW-WLRmy7UMdIlG-wjuA4&hl=de&ei=GRmPTo_fEoOG0AWC-s0U&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=8&ved=0CEcQ6AEwBw#v=onepage&q&f=false

 

http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2004/03/ferien-mit-der-deutschen-sprache

 

http://www.springerlink.com/content/q3l7825868332r04/

http://www.ipn.uni-kiel.de/aktuell/ipnblatt/ip212/index.html

 

John Hattie, Visible Learning 2009

 

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Warum kann Bill Gates nicht Systembetreuer an einer deutschen Schule werden?

 

Man stelle sich vor, eines Tages stände Bill Gates vor den Türen eines Gymnasiums, um dort zu arbeiten. An vielen Schulen gibt es Systembetreuer, die sich um Computer, deren Vernetzung und Einsatz kümmern. Der Mann, der Microsoft aufgebaut hat, sollte dafür doch eigentlich geeignet sein.

Gut wäre es, wenn er sich eine Privatschule ausgesucht hätte, denn diese könnte ihn tatsächlich anstellen. Warum: Nun dort entscheiden die Schulen selbst, wen sie einstellen und wen nicht.

Ganz anders sieht das jedoch beim Staat aus. Was würde also passieren, wenn sich Bill Gates mit seinem Wunsch Systembetreuer an einer Schule zu werden, an einer staatlichen Schule vorstellen würde? Nun, Bill Gates müsste sich beim Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes bewerben, um angestellt zu werden. Wäre ihm der Einsatzort egal, müsste er sich bei allen 16 Kultusbehörden bewerben. Von diesen 16 Kultusbehörden würde er dann eine Absage erhalten, denn natürlich hat Bill Gates keine Lehramtsausbildung, er wollte ja den Schulen als Systembetreuer arbeiten. Nun sind Systembetreuer normalerweise Lehrer, die sich ihr Wissen um Computer und Technik zusätzlich angeeignet haben. Dafür bekommen sie in einigen Ländern und Schulen dann Anrechnungsstunden, wo sie vom Unterricht freigestellt werden. Das will Bill Gates tun, gerne auch an verschiedenen Schulen. Doch ohne Lehramtsausbildung geht leider gar nichts.

Was ihm stattdessen geraten wird, ist sich direkt bei den staatlichen Gymnasien zu bewerben. Noch ist Bill Gates motiviert und denkt sich, nichts leichter als das. Er meldet sich bei einer Schule, z.B. an einem Gymnasium in Bayern, um dort zu arbeiten. Der Schulleiter ist hoch erfreut und würde ihn einstellen. Er hat von Seiten des Ministeriums Stunden, über die er frei verfügen kann. Was jetzt erforderlich ist, ist Formulare auszufüllen und die zuständige Regierung kann ihn dann einstellen. Allerdings ist es schwierig, denn eigentlich dürfen die Mittel nur für Unterricht verwendet werden. Nun vielleicht wird man einen Weg finden und es wäre ja schon eine Blamage, Bill Gates abzuweisen, und sicher wird sein Name das Notwendige tun, hier die Bürokratie etwas zu erweichen.

Allerdings, etwas sollte Bill Gates nicht tun, nämlich sich nach der Bezahlung und seinen Perspektiven zu erkundigen. Denn Bill Gates wird nach seiner Vorbildung bezahlt. Das ist allerdings schlecht für unseren Microsoftmann, denn dieser hat ja seine Schulbildung abgebrochen und in seiner Garage das erste Windows-Betriebssystem entwickelt. Nur einen Schulabschluss kann Bill Gates vorweisen, aber keine Berufsausbildung, kein Studium, schlichtweg gar nichts. Damit wird Bill Gates in der untersten der nur möglichen Besoldungsgruppen eingeordnet. Nun ist Bill Gates sicher auf das Geld nicht angewiesen, eher fehlt ihm zunehmend die Motivation und wahrscheinlich auch der Glaube, dass man ihn an einer deutschen Schule überhaupt haben will. Überwindet Bill Gates auch diesen Schock, so wird ihm an einer deutschen Schule schnell eines klar: Aufsteigen kann er an der Schule nicht, denn egal, was er tut und macht, seine ihm fehlende Ausbildung wird ihn für immer verfolgen.

Schade für die deutschen Schulen, dass Bill Gates nicht bei ihnen arbeiten kann, gut aber für Bill Gates: Denn es ist schwer vorstellbar, dass ihn der deutsche Formalismus nach Vorbildung und nicht nach aktueller Leistung einzustellen, dazu gebracht hätte, an eine staatliche deutsche Schule zu wechseln. Da hätte er es an einer Privatschule sehr viel einfacher. Als Mann der Praxis würde sich Bill Gates vermutlich ganz am Ende eine Privatschule kaufen, um arbeiten zu können.

So gehen jedes Jahr viele Talente nicht an staatliche Schulen, denn für all diese heißt es, hinten anstellen, egal, was sie vorher gemacht haben. Auch wer z.B. vor zehn Jahren eine Lehramtsausbildung erfolgreich absolviert hat, für den heißt es, hinten anstellen und alles vergessen, was sie in den zehn Jahren in einem anderen Beruf gemacht und an Kompetenzen erworben haben. Das schafft natürlich nicht unbedingt Motivation. Viele wechseln sehr schnell wieder in die Wirtschaft, wo ihnen doch ganz andere Perspektiven angeboten werden. Aber ganz ehrlich, ein Gates und eine staatliche Schule passen nun einmal nicht zusammen.

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Philipp Möller, Isch geh Schulhof

Philipp Möllers “Isch geh Schulhof” ist ein Buch aus der Wirklichkeit einer Berliner Grundschule. Möller hat als Aushilfslehrer bis zum August 2011 zwei Jahre lang an einer Berliner Grundschule gearbeitet. Der Aussage im Buch nach handelt es sich um eine durchschnittliche Berliner Grundschule. Möller erzählt, was er in diesen zwei Jahren erlebt hat und fasst das in dem Wort “Bildungskatastrophe” zusammen.

Das Buch schockiert angesichts der in dem Buch dargestellten Respektlosigkeit. Eine verletzend ausgrenzende, rassistisch gefärbte und obszöne Sprache beherrscht das Miteinander zwischen den Schülern und von Schülern gegenüber den Lehrern. Manche Schüler befinden sich in einer sechsten Klasse auf dem Niveau von Zweitklässlern.

Wer nicht weiß, was bildungsferne Elternhäuser sind, der findet in dem Buch viele Beispiele. Zugleich versteht man, warum Schule tatsächlich Rettung für die Schüler sein könnte, wenn diese anders arbeiten würde. Stattdessen erlebt man  Schüler in diesem Buch, denen in der Zukunft wohl alle Chancen genommen sind. Sie haben zwar eine Schule durchlaufen, dennoch können sie sich in der Muttersprache Deutsch kaum ausdrücken und vor allem teilen sie die Werte unserer Gesellschaft nicht. Wie für diese Schüler die Spirale des Scheiterns durchbrochen werden kann, bleibt eine nicht beantwortete Frage. Zugleich zeigt sich, wie sehr fehlende Investitionen und Innovationen in Bildung die Sozialkosten der Zukunft für uns alle werden.

Das Buch zeigt geeignete und völlig ungeeignete Lehrer, kompetente und desorientierte Schulleitungen, desolate Schulgebäude… Ohne das zum wesentlichen Thema zu machen hinterfragt das Buch vieles, wie wir glauben, dass Schule heute noch funktionieren kann. Ein Buch, das sich lohnt zu lesen, damit man besser versteht, warum sich an den Schulen vieles ändern muss.

“Isch geh Schulhof” ist bei Bastei Lübbe erschienen.

 

 

 

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Was ist der Unterschied zwischen einer Fußballmannschaft und einer Schule?

 

Der 1. F.C.Bayern München spielt in der Bundesliga und an jedem Spieltag treffen elf Spieler von Bayern auf elf Spieler einer anderen Mannschaft. Das geht so die ganze Bundesligasaison und ändert sich nur dann, wenn ein Mitspieler wegen groben Fouls vom Platz gestellt wird. Wäre Bayern München eine Schule und alle anderen Vereine auch, sähe das schon ganz anders aus. Denn bei jedem Spiel würden nur ganz selten alle elf Spieler antreten, stattdessen würden acht Spieler auf neun Spieler treffen, manchmal wären es auch zehn. Ganz selten wären es aber alle elf. Warum das so ist?

Nun die Fußballmannschaften haben eine Ersatzbank und da die Vereine damit rechnen, dass einzelne Spieler verletzt oder krank sind, verpflichten sie nicht allein elf Spieler, sondern meist deutlich mehr. Das sind dann meist um die 20 Spieler, obwohl nur immer elf Spieler eingesetzt werden können. Eigentlich ist das eine absolute Verschwendung und die Vereine könnten sich Millionen sparen, wenn sie nur jeweils elf Spieler verpflichten würden. Doch ist es wohl tatsächlich sehr unwahrscheinlich, dass alle elf Spieler über 34 Pflichtspiele hinweg gesund bleiben. Zugleich sind die Spieler einer Fußballmannschaft motivierter und strengen sich meist mehr an, wenn sie wissen, dass sie bei schlechter Leistung auf der Ersatzbank landen.

Anders ist das in der Schule. Dort gibt es teilweise 100 Lehrer und mehr und die Annahme lautet, dass keiner von diesen je krank wird. Warum es diese Annahme gibt, nun darüber kann nur gemutmaßt werden. Dabei ist die Aufregung doch jedes Mal riesengroß, wenn an der Schule Unterricht ausfällt. Dabei kann es doch gar nicht anders sein: 100 Lehrer und keiner davon krank? Kein Unternehmen würde so etwas glauben und alle würden einen gewissen Krankenstand von Anfang an einrechnen. Zugleich schicken die Schulen manche Lehrer auf Fortbildung oder auf Exkursion: Offenbar hat sich auch hier niemand darüber Gedanken gemacht, dass auch das wohl Unterrichtsausfall bedeutet. Damit ist der Ärger in der Schule natürlich vorprogrammiert, wenn Klein-Lieschen daheim berichtet, Herr Müller sei heute wieder nicht da.

Natürlich könnten die Schulen wie die Fußballmannschaften antreten, weil ja alle sagen, Bildung und Schule seien ganz wichtig. Allerdings müsste man dann vielleicht doch einmal eine Fußballmannschaft besuchen, wie die mit verletzten und erkrankten Spielern umgehen. Vielleicht liegt das ganze Problem aber nur an einem Punkt, dass uns einfach der Fußball viel wichtiger ist als die Schule. Nur traut sich das einfach keiner zu sagen.

 

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Warum manche Schüler in der Schule erfolgreich sind, andere aber nicht

Was ist für den Schulerfolg verantwortlich? Die Schüler, die Lehrer, die Elternhäuser? Nun diese Frage hat John Hattie, ein Bildungsforscher aus Neuseeland, untersucht und dabei mehr als 50000 Studien bzw. 800 Metastudien ausgewertet. Metastudien werten viele einzelne Studien zu einer Frage aus.

Die stärksten Einflussfaktoren auf den Schulerfolg haben die Schüler selbst, die 50% des Schulerfolgs bestimmen, 30% wird von den Lehrern festgelegt. Eher unbedeutend sind die Einflüsse der Familie mit 5 bis 10%, der Freunde mit 5 bis 10% und der Rahmenbedingungen von Schule mit 5 bis 10%.

Zugleich hat er auch untersucht, was zugleich am meisten schadet: Spitzenreiter ist das Sitzenbleiben, gefolgt vom Fernsehen und den Sommerferien, die jeweils negative Einflüsse auf das Lernen zeigen.

Vieles woran heute geglaubt wird, hat keinen oder kaum Einflüsse oder wie es Hattie formuliert, es schadet und nützt aber auch nicht: Dazu gehören z.B. offene Unterrichtsformen, Teamteaching, jahrgangsstufenübergreifende Klassen, webbasiertes Lernen und induktives Lehren und Lernen.

Was fördert nun Schüler am meisten? Die stärksten positiven Einflüsse auf das Lernen haben die Qualität des Unterrichts, das Feedback des Lehrers an die Schüler, die Vermittlung von Lernstrategien, Programme zur Leseförderung, fachspezifische Lehrerfortbildung und problemlösender Unterricht.

Hattie betont, dass Strukturreformen sehr wenig erfolgreich sind und die zentralen Ursachen schulischen Lernens in den Lehrkräften und deren Unterricht zu suchen sind. Daher sollten sich Reformen auf die Unterrichtsentwicklung beziehen und nicht auf die Strukturen von Schule.

Die Untersuchung von Hattie ist vor allem deshalb interessant, weil die deutsche Liebe, die gesamte Schulstruktur zu ändern, gerade keine Unterstützung findet. Im Gegenteil: Die Änderung von Schulstrukturen hat auf den Schulerfolg kaum einen Einfluss. Dennoch ist es das größte Steckenpferd der Politik, egal um welche Partei es sich nun handelt. So hat Deutschland unzählige Strukturreformen und –kämpfe hinter sich gebracht und nur ungern lassen Politik und Medien von dem Glauben, dass die Organisationsform das gute Lernen macht. Dabei ist es eigentlich klar, dass die Kinder vor allem über den Lehrer lernen. Die Form, in der unterrichtet wird, ist dagegen eher sekundär. Aber die unzähligen Reformen im deutschen Bildungssystem der letzten Jahrzehnte machen eines deutlich, dass vor allem die Strukturen, nicht aber das Lernen verändert wurde. Wie viel Zeit und Energie in die Reformen von Strukturen investiert wurden und letztlich kaum etwas verändert haben, lässt sich kaum ermessen. Dabei haben die vielen Reformen in Deutschland immer eines gemeinsam: Niemand interessiert es, ob die gewünschten Ziele auch erreicht werden. So kann man sich zwar politisch immer einen heftigen Schlagabtausch liefern, hat aber keine Daten darüber, ob nun die Dinge nun besser laufen als vorher. So existieren z.B. zum Erfolg des achtjährigen Gymnasiums viele Meinungen, es gibt aber ausgesprochen wenige wissenschaftlich begleitende Untersuchung, was nun besser oder schlechter geworden ist.

Auch zur deutschen Differenzierungsdebatte hat Hattie eine Antwort: Besonders begabte Schüler werden am stärksten gefördert, wenn die Lehrer entsprechende Aufgaben für sie bereit halten, weitaus schwächere Effekte haben Zusatzangebote für besonders begabte Schüler, den geringsten Effekt hat die Einteilung von Gruppen nach ihrer Leistungsstärke. All das spricht für einen Unterricht, bei dem sowohl die guten als auch die schwächeren Schüler hinreichend gefördert und gefordert werden. Und das betrifft dann alle Schularten gleichermaßen.

Wo man Hattie wahrscheinlich für Deutschland widersprechen muss, ist der geringe Einfluss der Eltern auf den Schulerfolg, den dieser festhält. Nach Hattie prägen Eltern insbesondere mit ihrer Motivation und Einstellung das Lernen ihrer Kinder. Was er dabei natürlich aufgrund der Einbeziehung von Studien weltweit nicht im Blick hat, ist die Bedeutung der Eltern bei den Halbtagsschulen in der Bundesrepublik. Der Einfluss der Eltern als Hilfslehrer bei den Hausaufgaben ist in Halbtagsschulen mit Hausaufgaben am Nachmittag sicher anders als in einem Ganztagsschulsystem.

 

Literatur:

John Hattie, Visible Learning 2009.

John Hattie (2003): Teachers Make a Difference: What is the research evidence? (Download auf www.decd.sa.gov.au)

Video von Hattie: http://www.youtube.com/watch?v=sng4p3Vsu7Y

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Warum gibt es an der Schule Stunden mit 45 Minuten?

Fast jeder, der die Schule durchlaufen hat, kennt den inneren Rhythmus der Schule: 45 Minuten jeweils abgegrenzt durch einen Gong. Doch warum gerade 45 Minuten?  Es gingen schließlich auch 30 Minuten oder 50 Minuten oder 60 Minuten. Nun nachdem das achtjährige Gymnasium fast in allen Ländern eingeführt wurde, fängt zumindest das Nachdenken über diese die Schule nahezu konstituierende Einrichtung des 45-Minuten-Takts an.

Manche halten den 45- Minuten-Takt fast für einen Biorhythmus oder orientiert an der Fassungskapazität der Blase von Kindern und Lehrern. Doch seltsamerweise verliert sich dieser Biorhythmus immer dann, wenn die Beteiligten die Schule verlassen. Gerade noch in den Hochschulen findet sich ein Rhythmus von 45 Minuten, meist aber 90 Minuten.

Eingeführt wurde der 45-Minuten-Takt an den Gymnasien in Preußen 1911. Dort wurde die bisher vorherrschende 60-Minuten-Stunde auf 45 Minuten gekürzt und damit der Nachmittagsunterricht beseitigt. Der Nachmittagsunterricht galt als wenig effektiv, da die Schüler nicht richtig aufpassten. Die 45 Minuten dienten somit dazu, dass sich die Schüler besser konzentrieren konnten und bis 1920 zogen die übrigen Schulen nach. Die 45 Minuten orientierten sich dabei an den Regelungen in den Hochschulen, wo es ja auch ein akademische Viertel gab und eine Vorlesungsstunde faktisch auch nur 45 Minuten dauert. Da wollten die Gymnasialprofessoren gegenüber den Hochschulprofessorten natürlich nicht zurückstehen. Zugleich konnten so mehr Schüler eine höhere Schule besuchen, ohne in ein Internat in der Stadt gehen zu müssen. Dennoch gab es dann zwei Jahrzehnte Proteste der Gymnasialprofessoren gegen diese Verkürzung des Lernens. Die Schüler würden zu einer unnötigen Hast erzogen und zu militärischer Pünktlichkeit dressiert. Was man nicht kennt, löst nun einmal zwangsläufig Proteste aus. Der Biorhythmus, den die Gymnasiallehrer 1911 kannten, war nun einfach der 60-Minuten-Takt.

Heute löst sich der 45-Minuten-Takt vor allem deswegen auf, weil das achtjährige Gymnasium wieder den Nachmittagsunterricht eingeführt. Nun mögen sechs Stunden Frontalunterricht noch erträglich sein, acht Stunden sind dann schon sehr heftig. Auch sind die Schüler heute am Nachmittag kaum motivierter als in der Zeit vor 1911.

In den Schulordnungen der deutschen Bundesländer ist meist noch der 45-Minuten-Rhythmus festgeschrieben, faktisch haben die meisten Schulen aber einen Ermessensspielraum, so dass eine Schulstunde auch 50, 60 oder 70 Minuten dauern kann. Natürlich gibt es auch Länder, die das den Schule nicht freistellen, sondern das von oben regeln, wo es nur die Alternative 45 oder 90 Minuten gibt.

Was nun besser ist und wie sich was auswirkt, das weiß keiner so genau. Natürlich gibt es zu allem Studien, doch sagen diese wenig aus. Wikipedia meint, dass immer mehr Schulen zu 90-Minuten-Einheiten wechseln würden. Studien hätten nachgewiesen, wonach der Lernzuwachs in Doppelstunden mehr als verdoppelt wird. Zugleich sei die Zahl der Schulunfälle um  80% zurückgegangen.

Das gute ist, dass sich das, was seit 100 Jahren eingeführt ist, nicht rechtfertigen muss und keine Studien vorweisen muss, warum es besser ist. Rechtfertigen und Studien vorweisen muss immer das, was anders werden soll.

Dabei ist für die deutsche Diskussion wieder einmal typisch, dass man allein auf Deutschland schaut, als ob andere Länder kein Schulsystem und keine Schulstunden hätten. In Großbritannien ist den Schulen die Dauer der einzelnen Lektionen freigestellt.

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Warum ist die Schule krumm?

Warum ist die Schule krumm? Nun eigentlich ist die Schule nicht krumm, sondern die Banane. Warum die Banane krumm ist, nun viele wissen es nicht, würden es aber gerne wissen. Von selbst erschließt sich die Antwort jedenfalls nicht. Da kann man noch so lange eine Banane anschauen. Denn die Banane und die Schule haben schon etwas gemeinsam, sie werden uns vorgesetzt, so wie sie sind. Wir haben sie dann so zu nehmen, wie sie sind- die Banane und die Schule. Die Banane ist krumm und die Schule  – wie auch immer – sie ist da und wir hinterfragen oft nicht mehr, warum was so ist, wie es ist. Dabei lässt sich in der Schule manches leicht erklären, manches ist eher schwer oder kaum  zu erklären. Manches ist auch kurios. zum Nachdenken und oft auch seltsam.
Was es bei der Schule im Unterschied zur Banane schwerer macht, ist, dass es ja sehr verschiedene Schulen gibt: Privatschulen, staatliche Schulen, Gymnasien, Mittelschulen, Grundschulen, Realschulen, Schulen in Bayern, Hamburg und Hessen. Das sind lauter verschiedene Bananen, manche unterscheiden sich wie die Bananen ganz heftig im Geschmack, manche sind obwohl scheinbar unterschiedlich doch sehr ähnlich und haben mehr Gemeinsamkeiten als man denkt.
Anders als bei den Bananen ist bei den Schulen aber schon einiges ganz anders: Schulen lösen sehr viel mehr Emotionen aus als Bananen. Das liegt daran, dass man Bananen nicht essen muss, jeder aber in die Schule muss. Und die Schule bestimmt anders als die Banane doch sehr viel mehr, regelt den Familienalltag, löst Lust und Freude aus und sollte eigentlich zur allgemeinen Bildung beitragen. Schüler, die wegen Bananen weinen oder vor Freude in die Luft springen, gibt es normalerweise nicht. Das war nur nach der Grenzöffnung 1990 so, als die Bewohner aus der früheren DDR zum ersten Mal in den Supermärkten der alten BRD Bananen erstehen konnten. Das ist aber lange her und heute sind Bananen eher etwas Normales, worüber man kaum spricht. Über Schule spricht man dagegen sehr viel mehr und eine falsche Schulpolitik kann Wahlen entscheiden, eine falsche Bananenpolitik eher nicht, vor allem dann nicht, wenn es überall Bananen gibt.
Warum ist die Banane krumm: Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach. Die Banane ist zunächst gerade und sie wächst nach unten. Dabei hängen viele Früchte zusammen. Dabei wächst die Banane so lange nach unten, bis die Blätter der Blüte sie nicht mehr abdecken. Dann fängt die Banane an, sich nach der Sonne zu strecken und die ist ja nicht unten sondern oben. Die Banane möchte möglichst viel Licht abbekommen und so wird die ursprünglich gerade Banane dann krumm.

Warum ist aber die Schule krumm? Nun manche werden sagen, die Schule ist nicht krumm. Krumm meint bei der Frage daher eher, warum ist die Schule so, wie sie ist. Warum ist sie nicht anders?  Der Blickwinkel auf die Schule ist dabei nicht der von Ministerien und juristischen Abhandlungen über die Schule. Es geht zum einen um einen Blick zurück, so ähnlich wie bei der Banane, warum ist etwas so geworden, wie es ist. Zum anderen geht es auch um andere Bananen bzw. Schulen in anderen Ländern. Manche dieser Schulen sind anders gewachsen und funktionieren ganz anders. Vieles, was für uns hier in Deutschland ganz selbstverständlich ist, erscheint aus dem Blickwinkel anderer Länder ungewöhnlich oder auch seltsam. Dabei geht es natürlich um Information, aber eher um kommentierte Information. Information allein sagt ja noch nichts, stattdessen geht es um die Zusammenhänge von Informationen, um das, was die Schule in Deutschland ausmacht, besser zu verstehen. So geht es bei der Frage, warum die Schule krumm ist, um kommentierte Informationen, die zugleich möglichst kurz sein sollen.

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